1994 / 26 - 190

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Artt. 26 a 28 PA: diritto di esaminare gli atti.

1. La questione di sapere se un documento debba essere qualificato d'interno - e pertanto non sia dato un diritto alla consultazione - non dipende dalla sua designazione, ma dalla sua importanza per l'accertamento dei fatti giuridicamente rilevanti (consid. 2d lett. aa).

2. Né un'analisi interna da parte dell'UFR di un documento presentato dalla parte, né le risultanze di un rapporto d'ambasciata, nonché il relativo questionario delle domande, costituiscono dei documenti interni; essi soggiaciono al diritto di consultazione (consid. 2d lett. bb; GICRA 1994 n. 1).

3. Comunicazione del contenuto essenziale di un documento di cui è stato parzialmente negato l'esame (consid. 2d lett. cc e dd).


Zusammenfassung des Sachverhalts:

S.K. verliess Pakistan gemäss eigenen Angaben am 25. April 1990 und gelangte am 2. Mai 1990 in die Schweiz, wo er tags darauf ein Asylgesuch stellte. Zur Begründung seines Asylgesuches machte er im wesentlichen geltend, er sei seit 1980 eingetragenes Mitglied der Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft. Wegen seiner Religionszugehörigkeit sei er belästigt und mit dem Tode bedroht worden. Aus denselben Gründen sei sein Laden von Dritten angezündet und er selbst im Jahre 1989 entlassen worden. Schliesslich sei gegen ihn auch noch Strafanzeige wegen Mordes erstattet worden, worauf er Pakistan am 25. April 1990 verlassen habe. 

Vor Ort durchgeführte Abklärungen des BFF ergaben, dass S.K., entgegen seiner Aussagen, nicht der Ahmadiyya-Bewegung angehörte.

Dieses Abklärungsergebnis wurde S.K. vom BFF mit Schreiben vom 18. Oktober 1990 unter Fristansetzung zur Vernehmlassung zur Kenntnis gebracht. 

Mit Schreiben vom 23. Dezember 1992 forderte das BFF S.K. erneut zur Stellungnahme und zusätzlich zur Beibringung einer Mitgliedschaftsbestätigung des Generalsekretärs von Lahore, welche ebenfalls über das Eintrittsdatum Auskunft zu geben habe, auf.